Wenn David Heinz den Fendt Vario 722 steuert, kann er sich auf das Internet und eine stabile Datenübertragung verlassen. Der Traktorfahrer arbeitet in der Nähe von Ravensburg, beackert in Fronreute für seinen Chef, Bauer Harald Birnbaum, circa 170 Hektar Acker- und Grünland.
Dass Heinz mit einer Genauigkeit von weniger als zwei Zentimetern die jeweilige Ackergrenze trifft, verdankt er dem GPS-gesteuerten Lenksystem des Traktors. Auf dem Computerprogramm Fiona, welches im Büro von Landwirt Birnbaum aufgerufen werden kann, sind alle Grünflächen und Äcker mit GPS-Koordinaten hinterlegt. Diese werden via USB-Stick auf den Traktor übertragen und mithilfe Satellitenempfangs und in Verbindung mit der Datenkarte mit den Gegebenheiten vor Ort abgeglichen. So weiß die Maschine zu jedem Zeitpunkt, wo sie sich befindet, und trifft exakt jede Feldgrenze.
„Dank dieser Genauigkeit kann ich die gesamte Breite meiner Arbeitsgeräte ausnutzen“, verdeutlicht Heinz den entscheidenden Vorteil. Überlappungen betragen dank Funksignalunterstützung weniger als zwei Zentimeter. Diese Exaktheit zu halten, wäre selbst für geübte Fahrer nicht den ganzen Tag möglich. In Summe spart diese Genauigkeit bei der Feldarbeit via DATASIM dem Landwirt Zeit, reduziert den Verschleiß und Dieselverbrauch, weil Flächen exakt abgearbeitet werden können.
Das gelingt vor allem deshalb, weil sich die Multikarte immer ins am besten verfügbare Mobilnetz einwählt. Sind, wie im Fall von Milchbauer Birnbaum, die Äcker im Radius von bis zu 15 Kilometer um den Hof verstreut, findet die DATASIM automatisch die beste Verbindung. Eine Unterbrechung des Datenverkehrs ist ausgeschlossen bzw. bleibt permanent stabil bestehen. Funklöcher einzelner Provider werden durch dieses System geschlossen.